Von der Idee bis zum See – unsere Ferienfahrt nach Seeham
Zum Start in die Sommerferien ging es für eine Gruppe von sieben Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren zusammen mit zwei Sozialarbeitenden von Streetwork Hietzing nach Seeham im Salzburger Land. Ziel der Ferienfahrt war es, die Beziehungen zu den Jugendlichen zu stärken, ihnen eine Auszeit von ihrem gewohnten Alltag zu ermöglichen sowie gemeinsame Erlebnisse in der Natur zu schaffen.
Die Ferienfahrt entstand auf Wunsch der Jugendlichen und wurde bereits im Frühjahr gemeinsam vorbereitet und geplant. Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung war die Partizipation der Jugendlichen. Die Jugendlichen konnten demokratisch darüber entscheiden, wohin die Reise gehen sollte. Auch die weitere Gestaltung der Fahrt wurde gemeinsam entwickelt.
Während der vier Tage standen neben Freizeit und Erholung auch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm. Schwimmen, Fußballspielen und Bootfahren gehörten ebenso dazu wie gemeinsames Kochen, Lagerfeuer und die tägliche Planung. Gerade in diesen alltäglichen Situationen zeigte sich, wie wichtig die gemeinsame Verantwortung für das Funktionieren der Gruppe war. Die Jugendlichen konnten ihre eigenen Fähigkeiten einbringen, neue Aufgaben übernehmen und dabei Selbstwirksamkeit erfahren.
Ein besonderer Teil der Fahrt waren die Abende am Lagerfeuer. In den gemeinsamen Gesprächsrunden wurde der Tag reflektiert, gleichzeitig entstand Raum für Themen, die die Jugendlichen über die Ferienfahrt hinaus beschäftigen. Dabei entwickelten sich angeregte Diskussionen etwa über Ernährung, Religion, Politik oder persönliche Zukunftspläne. Unterschiedliche Meinungen und Perspektiven trafen aufeinander, wurden diskutiert und ausgehandelt. Die Jugendlichen konnten ihre eigenen Erfahrungen und Ressourcen einbringen sowie voneinander lernen. Diese offene Gesprächskultur trug erheblich zur Beziehungsstärkung innerhalb der Gruppe bei.
Bei einem Nachtreffen reflektierten wir mit einem zeitlichen Abstand die Fahrt. Die Jugendlichen gaben an, dass ihnen die gesamte Fahrt viel Freude gemacht hat. O-Ton eines Jugendlichen „alles war krass, nichts war schlecht“. Gerne würden sie im kommenden Jahr wieder auf eine Reise mit uns gehen.